Zertifikat
Eine interessante Möglichkeit der akademischen Weiterbildung neben den “Klassikern” wie Master oder MBA ist das Zertifikatstudium. Hier erhalten Studierende für jedes erfolgreich belegte Modul ein Zertifikat. Unterschieden werden muss dabei zwischen dem Hochschul- und dem Teilnahmezertifikat: Ein Hochschulzertifikat bekommt, wer Prüfungsleistungen erbringt. Wie viele Leistungsnachweise pro Modul erbracht werden müssen und wie die Prüfungen aussehen, ist je nach Weiterbildung unterschiedlich. Genauere Informationen hierzu finden sich in den jeweiligen Prüfungsordnungen. Auf Hochschul-Zertifikaten sind neben den Inhalten des Moduls auch die Note und die Leistungspunkte (LPs) vermerkt. Für ein Teilnahme-Zertifikat müssen hingegen keine Prüfungen abgelegt werden. Hier genügt die Teilnahme an mindestens zwei Dritteln der Veranstaltungen. Teilnahmezertifikate geben lediglich Auskunft über die Studieninhalte des belegten Moduls. Dafür müssen Studierende hierfür keine Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.
Ein Zertifikatstudium eignet sich besonders als berufsbegleitende Weiterbildung. Wer sich unsicher ist, ob er ein komplettes Studium ablegen kann oder möchte, hat hier die Möglichkeit sich gezielt fortzubilden, sein Praxiswissen aus dem Berufsalltag zu vertiefen und einzelne Module mit Nachweis abzuschließen. Häufig werden Zertifikatsstudiengänge als Fernstudium angeboten. Ein weiterer Vorteil dieser Form der Weiterbildung: Zertifikate machen sich als Zusatzqualifikation nicht nur gut in der Bewerbung, die darauf ausgewiesenen Leistungspunkte können sogar für ein späteres Studium angerechnet werden.
Pflegemanagement
Wer bereits als examinierte Pflegefachkraft berufstätig ist und sein Know-how nicht nur erweitern will, sondern sich auch die Chance auf den Aufstieg in eine Leitungsposition erarbeiten möchte, ist mit einem berufsbegleitenden Pflegemanagement Studium gut beraten.
Das lernen Sie im Studium
Wie der Studiengangsname schon vermuten lässt, steht der Management-Aspekt im Vordergrund. Das Pflegemanagement Studium ist nämlich ein betriebswirtschaftlich basiertes Studium, das sich mit der Organisation, der ökonomischen Steuerung und Verwaltung von Pflegeeinrichtungen beschäftigt. Typische Studieninhalte sind Gesundheitswirtschaft, Pflegerecht, Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Rechnungswesen und Personalmanagement. Eben alles, was man an Fachwissen in einer Leitungsfunktion in einem Krankenhaus, einer Reha-Klinik, einer Pflege- oder anderen sozialen Einrichtung braucht.
Studium und Beruf vereinbaren
Gerade in der Pflege gibt es viele berufsbegleitende Pflegemanagement-Studienangebote. Sie können wählen zwischen einem Fernstudium, das sich zeitlich besonders flexibel an Ihr Arbeitsleben anpasst sowie Abend- und Wochenendstudiengängen, die Ihre Präsenz zu festgelegten Zeiten in den Abendstunden oder eben am Wochenende verlangt. Beide Modelle erfordern Disziplin und Durchhaltevermögen. Welches das richtige für Sie ist, müssen Sie selbst herausfinden bzw. aus Organisationsgründen mit Ihrem Arbeitgeber absprechen.